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kleine wilde

Hier auf unserem Blog wirst du viele leckere Rezepte und Hintergrund Informationen finden. Unser Fokus ist die vitalstoffreiche Vollwertkost und das ganzheitliche Leben. Viel Spaß beim Erkunden. 

Die vermeintlich besseren Fabrikzucker und Süßstoffe

Die vermeintlich besseren Fabrikzucker und Süßstoffe

Schon seit langem achten wir sehr auf unsere Ernährung. Alles soll so gesund wie möglich sein. Da wir aber immer gerne Süßes gegessen haben und Backen von sowohl Brot, als auch Kuchen, zu unseren Hobbys zählt, haben wir uns auch nach Alternativen zum Fabrikzucker umgesehen. Da gibt es ja viele. Auf verschiedenen Blogs zu gesunder Ernährung oder in Kochbüchern haben wir gesehen, dass die Autoren Alternativen wie Agavendicksaft, Ahornsirup, Rohrohrzucker oder Kokosblütenzucker einsetzen. Wir haben die meist sehr teuren Alternativen (1kg Kokosblütenzucker kostet um die 16 €) also auch probiert. Und haben dabei einfach geglaubt, dass sie besser für uns sind, als weißer Industriezucker. Aber heute sind wir schlauer!

Welche Fabrikzucker und Süßstoffe kennen wir?

Damit könnten wir wahrscheinlich mehrere Seiten füllen. Daher hier nur die, die am Bekanntesten sind, sowie die, die im Moment als Alternativen in der „Gesundheitsszene“ angepriesen werden.

Brauner Zucker

Kristallzucker

Puderzucker

Vanillezucker

Kandiszucker

Rohrzucker

Roh-Rohrzucker

Vollrohrzucker

Demerara

Mascobado

Kokosblütenzucker

Agavendicksaft

Apfel- / Birnendicksaft

Ahornsirup

Süßstoff

Steviasüße

Birkensüße (Xylit)

–> Weiter unten gehen wir auf einige der Alternativen genauer ein

Welche dieser Zuckerarten würden wir empfehlen?

Ganz kurz und schmerzlos; keine!

Warum? Auch das ist erst mal schnell beantwortet; es sind alles industriell veränderte Stoffe, die nicht mehr viel mit ihrem natürlichen Ausgangsstoff zu tun haben. Und da, wie Professor Kollath es so treffend in Worte fasst, unsere Nahrung in der vitalstoffreichen Vollwertkost so natürlich wie möglich sein soll, fallen diese Stoffe raus.

Der einfache Grund dahinter

Durch die industrielle Veränderung von Erhitzen, über Filtrieren, die Zugabe und den Abzug von Chemikalien, bis hin zur Trocknung und Zugabe von Konservierungsmitteln, werden aus natürlichen Lebensmitteln Fabrik-Nahrungsmittel. Diese Nahrungsmittel wurden in ihrer natürlichen Zusammensetzung verändert und der Großteil der Vitalstoffe (Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente, u.a.) ist dabei verloren gegangen. Während ein ganzes Lebensmittel alle Stoffe in natürlicher Zusammensetzung mitbringt, die der Organismus im Stoffwechsel benötigt um es abzubauen, liefern die weitgehend isolierten Fabrikzucker diese nicht mehr. Der Organismus muss dann von anderer Stelle “klauen” was er benötigt, wodurch Ungleichgewichte und Stoffwechselstörungen entstehen. Es ist also das gleiche Problem wie bei weißem Industriezucker.

Beleuchten wir die Alternativen mal genauer. 

Da sich die industrielle Verarbeitung einiger Zuckeralternativen vom weißen Fabrikzucker unterscheidet, zeigen wir euch hier an einigen Beispielen, wieso auch die Alternativen mit Vorsicht zu genießen sind.

Ahornsirup

Wird im Moment in vielen gesunden Rezepten als natürliche Alternative zum Fabrikzucker eingesetzt. Die Idee, dass es der Saft ist, der so aus einem Baum kommt scheint natürlich und macht uns nicht so ein schlechtes Gewissen beim Genuss.

Allerdings ist es leider etwas weiter her mit der Natürlichkeit. Für einen Liter Ahornsirup, wie wir ihn kaufen können, muss ein Baum 40 Liter Saft geben. So viel gibt ein Ahornbaum in einem ganzen Jahr. Der Saft aus dem Ahornbaum wird also so hoch und lange erhitzt, bis er sich auf 1/40 verringert hat. So wird außerdem der Zuckergehalt stark konzentriert. Der natürliche Saft enthält 2,5% Zucker. Der Ahornsirup nachher etwa 66% Zucker.

Leider werden neben den Erhitzungsverfahren auch chemische Stoffe eingesetzt um das Bakterienwachstum zu vermeiden.

Brauner Zucker

Ist jedem bekannt. Häufig wird zu ihm gegriffen, wenn man mit gleicher Süßkraft wie bei weißem Zucker, aber nicht ganz so ungesund süßen möchte.

Wir dachten auch lange er sei nicht so stark verarbeitet wie weißer Industriezucker, also auch etwas gesünder.

Das ist aber leider nicht der Fall. Denn tatsächlich ist brauner Zucker gleichzusetzen mit weißem Fabrikzucker. Brauner Zucker wird bis zu dem Schritt der Reinigung genau gleich raffiniert. Der einzige Unterschied ist, dass der braune Zucker am Ende nicht gereinigt wird. Wenn man so will ist er also eigentlich nur dreckiger weißer Fabrikzucker.

Wie klein sein Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist, können wir an folgenden Zahlen sehen;

-       erst 2 kg brauner Zucker würden den täglichen Calcium Bedarf decken

-       erst 10-20 kg brauner Zucker würden den täglichen Vitamin B1 oder B2 Bedarf decken (rohes Getreide im Vergleich deckt schon mit um die 30g unseren Vitamin B1 Bedarf)

Vollrohrzucker

Auch häufig als “gesunde Alternative” zum Haushaltszucker eingesetzt und Mittlerweile in fast jedem Supermarkt zu bekommen. Scheint also eine praktische Sache zu sein.

Wir hatten uns das so vorgestellt, dass der Zuckerrohrsaft hierfür lediglich schonend getrocknet und dann zerbröselt wird. Sodass eben weitgehend alle guten Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Leider ist der Vollrohrzucker im Großen aber nichts anderes als der weiße und braune Fabrikzucker. Er durchläuft ähnliche Stufen der Raffination, hohes Erhitzen und Zugabe von Chemikalien. Vielleicht enthält er einen kleinen Anteil an Vitalstoffen, allerdings auch kaum noch Vitamin B1. Und wie wir wissen ist genau das das Vitamin, welches der Organismus zum Zuckerabbau benötigt. Mehr dazu lest ihr hier.

Steviasüße

Neben den Zuckerarten hier auch kurz ein alternativer Süßstoff beleuchtet. 

Stevia scheint der neue Trend-Süßstoff zu sein. Er wird vor allem Diabetikern und Menschen mit “Fructoseintolreanz” empfohlen. Seine Süßkraft ist nämlich um die 300mal so hoch ist wie die von Industriezucker.

Steviasüße, so wie wir sie kaufen können, ist allerdings industriell verändert und nicht mehr natürlich. Hier ein Vergleich aus dem Alltag um das verständlicher zu machen: Stellen wir uns vor wir würden grüne Petersilienblätter trocknen lassen. Sie werden braun. Wenn wir diese getrockneten Blätter dann in Wasser einweichen und alles im Mixer mixen würden, hätten wir eine bräunliche Soße. Wie kann es also sein, dass die Steviasüße, die genau diesen Prozess durchläuft, glänzend weiß ist?

Die braune Steviamasse wird gebleicht. Um ungewollte Stoffe aus der Masse zu entfernen werden außerdem weitere Chemikalien eingesetzt. Normalerweise würde die Masse auch bitter schmecken, was durch Zugaben von Enzymen neutralisiert wird.

Der Gedanke dass wir unsere Speisen also mit dem grünen Stevia-Blättchen süßen ist genauso weit her wie der Gedanke dass der Zuckerwürfel in unserem Kaffee eine Zuckerrübe ist.

Fabrikzucker bleibt Fabrikzucker

Die industriellen, kommerziellen Zuckeralternativen sind für uns nicht wirklich Alternativen. Auch sie sind Fabrikzucker.

Wenn wir uns vollwertig ernährt wird der gelegentliche Verzehr dieser Stoffe unseren Organismus natürlich nicht gleich aus dem Gleichgewicht bringen, denn durch die vollwertige Ernährung sind wir mit ausreichend Vitalstoffen versorgt. Schließlich macht erst die Menge das Gift. Dennoch setzen wir in unserer Küche auch diese Stoffe nicht ein.

Die wirklichen Alternativen zeigen wir euch in unserem nächsten Artikel am 22. Oktober. Da gibt es dann praktische Tipps und Rezepte für Süßes.

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Apfel-Pancakes und Honig-Tasting

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Schoko-Süßkartoffelcupcakes mit Blaubeer-Mütze

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